ZeeBee gibt.
Bene: "18"
McRobin: "?"
Bene: "Ob Du 18 hast!?"
McRobin: "?..........Ja!"
Bene: "Weg."
ZeeBee: "Weg."
Bene: "Was spielst Du?"
McRobin: "Pik Sieben"
Bene: "Welches Spiel Du spielst?!?
McRobin: "Ich dachte, wir spielen Skat."
ZeeBee hatte auf dem Parkplatz gehört, dass seine Mitfahrgelegenheit sich noch Zeit lassen und irgendwo frühstücken wollte. ZeeBee hat noch nichts gegessen. ZeeBee hungrig. ZeeBee erwürgen McRobin, den Skattäuscher. ZeeBee bringt den Jungs "Brille" bei und unterdrückt die mörderischen Gedanken.
Kreis Hildesheim hat gar keine Mädchenmannschaft gemeldet. Zum Glück hat ZeeBee den Hildesheimer Vertreter schon auf Video gesehen. Kreis Weserbergland tritt laut Hallenheft mit vier Mädchen an, füllt ansonsten mit ältern und ein oder zwei jüngeren Spielerinnen auf. Ob die den Zweck der Sichtung verstanden haben? Spiel 1 der Mädchen. ZeeBee hat sich im Heft schlau gemacht, es spielt auf der einen Seite eine Kreismeisterin, auf der anderen Seite zwei. ZeeBee beobachtet, macht sich Notizen, brütet Anweisungen für die Bezirksmeisterschaft aus. Nebenbei bemerkt, es spielt Not gegen Elend.
Hannover ist dran. In der ersten Sieben sind Olga auf RM, Lieschen auf KM und Trude auf RL. Das berüchtigte zeebeeesque Dreieck! Teilzeittorhüterin Trudchen ist noch auf der Bank. Es wird 2x15 Minuten gespielt, vor den letzten fünf Minuten des Spiels gibt es ein Time-Out und es muss auf Manndeckung umgestellt werden. Der Gegner ist schwach. Olga rauscht ohne Gegenwehr durch die Abwehr. Lieschen verwertet fast alle Anspiele zu Toren. Olgas Gegenspielerin auf RM hat nach vier, fünf Minuten keine Lust mehr, sieht im Angriff keine Schnitte. Trude ist nervös, zeigt bei weitem noch nicht alles. Sekunden vor der Halbzeit hämmert sie von weit weg einen Warnschuss aufs Tor. Geht doch. Trudchen ist weder schlechter noch besser als die anderen beiden Keeper ihrer Mannschaft. Nur bringt sie am schnellsten die Bälle nach vorne, der schnelle Pass zum Anwurf kommt teilweise aus dem Liegen oder Sitzen. Auch wirft sie als einzige lange Bälle nach vorne.
Beide hannoversche Mannschaften sind konkurrenzlos, hauen alles weg. ZeeBees Mädchen präsentieren sich ordentlich. Lieschen ist nach ZeeBees Meinung beste Spielerin des Turniers. Am Kreis nicht zu halten, behauptet sich auf HM gegen eine wesentlich größere Gegenspielerin und ist immer die Erste bei der 1. Welle vorne. Trude taut später noch auf und nimmt sich vor allem die Schüsse vor jedem Abpfiff. Bei einem Lattenkracher von sechzehn Metern geht ein Raunen durch die Menge. Die Landesauswahltrainerin hüllt sich nach dem Turnier in Schweigen, zwei von vier Sichtungen stehen noch aus. ZeeBee ist gespannt.
Eine Woche und ein Tag bis zum großen Turnier. Letztes Punktspiel gegen den eigentlichen Meisterschaftskandidaten. Vor zwei Jahren ist TSV B. in der weiblichen E noch konkurrenzlos gewesen, hat ZeeBees Mädchen auf Platz 2 verwiesen. Im Hinspiel führten ZeeBees Mädchen bereits zur Halbzeit mit neun Toren. Im Rückspiel sollte es spannender werden. Alle zehn Spielerinnen sind dabei, ZeeBee hat sogar noch Anfängerin Jacqueline mit im Gepäck und will ihr ein wenig Spielpraxis verschaffen.
Auf der Trainerbank von B. ist heute Benny, Trainer der mD und bei den Mädchen der Co-Trainer. ZeeBee hat ihn zwei Jahre in der Kreisauswahl trainiert und freut sich auf jedes Wiedersehen. Vor dem Spiel schlägt ZeeBee eine gemeinsame Halbzeitbesprechung vor, Benny geht darauf ein. Nach wenigen Minuten fliegt Roggisch für zwei Minuten runter, die Halbzeitbesprechung wird wohl mit einer Entschuldigung beginnen müssen.
10:11 für den TuS zur Halbzeit - so war das nicht geplant. Benny lotst seine Mannschaft ungewohnt zum Mittelkreis. ZeeBee folgt, ruft seine Mannschaft. Die Heimmannschaft staunt Bauklötze, am Kampfgericht recken sich Hälse, auf der Tribüne wird es totenstill. Show Time! ZeeBee erklärt, warum die taktische Besprechung mal gemeinsam stattfinden soll... und entschuldigt sich erst mal für das teilweise ungestüme Abwehrverhalten. ZeeBee lobt die Durchbrüche des Gegners auf Rückraum Links, weist Rückraum Rechts darauf hin, dass seine Mannschaft Durchbrüche für Rechtshänder dort begrüße und schlägt vor, RR möge auch mal gegen die Hand gehen. Seine Abwehr schwört er darauf ein, diese Durchbrüche zur Mitte wiederum zu verhindern. Benny bemängelt das Spiel ohne Ball und zu viele Einzelaktionen bei ZeeBees Mädchen. Beide Trainer ergänzen sich sehr gut, ZeeBee ist zufrieden. Roggisch hingegen überhaupt nicht, beschwert sich, dass ZeeBee die Gegner nur gelobt und die eigene Mannschaft kritisiert habe. ZeeBee meint: "Stimmt."
Die Führung wechselt. ZeeBee wechselt bunt aus, macht einige Experimente. B. dankt es und geht gegen Ende des Spiels mit 20:17 in Führung. ZeeBee setzt wieder auf bewährte Kräfte. B. wackelt, verfällt in E-Jugend Handball und spielt fast mit sechs Kreisläufern. ZeeBees Mädchen beherrschen den Nahkampf. 20:18, 20:19, 20:20, 20:21 - Abpfiff. Die letzte Minute kostet ZeeBee wieder Jahre seines Lebens. Trotzdem gewonnen und mit einem Minuspunkt ungeschlagen durch die Saison gekommen.
Eine Woche bis zum großen Turnier. Seit Monaten versucht ZeeBee ein Trainingsspiel gegen die wB hinzubekommen. Mit der weiblichen D erst die wB schlagen, später die weibliche A, nächste Saison die 2. Damen, mit dem Altjahrgang der C-Jgd. dann die 1. Damen. So oder ähnlich lautet der Plan. Aber erst mal die wB. Die trainiert gemeinsam mit der A, ZeeBees Zwölfjährige spielen also gegen fünfzehn bis achtzehnjährige Spielerinnen. Trudchen berichtet kurz vor dem Spiel, dass Lieschen mit Bänderdehnung ausfalle. Klasse Nachrichten für das kommende Wochenende...
Die D-Jgd. geht mit 3:0 in Führung. So hat sich ZeeBee das vorgestellt. Eine Abwehr auf zwölf Metern hat der Gegner überhaupt noch nie gesehen - wohin nur mit dem Ball. Roggisch räumt auf Hinten Mitte die B-Jgd. Kreisläuferin ab, ZeeBee hat Freudentränen in den Augen. Nach und nach erkennt die ältere Mannschaft, dass die ein oder andere Gegnerin nur etwa halb soviel wiegt und setzt sich insbesondere gegen die kleineren Mädchen durch. Vor allem das Auflösen aus der ersten Welle heraus kennt die D.Jgd. nicht. Die rechte Außenverteidigerin wartet mehrfach vergeblich auf eine Gegenspielerin, die sich längst am Kreis befindet. Das Trainergespann der wB / wA wirkt trotz der Halbzeitführung von 10:14 für die ältere Mannschaft nicht zufrieden.
ZeeBee erklärt seiner Mannschaft, dass die Tore durch Einläufer zu einfach fallen. Sämtliche Anspiele würden vorab durchgefaxt werden. Mit ein wenig Aufmerksamkeit und Armarbeit sollte das Angriffsmittel ausgeschaltet werden können. Die Mädchen wirken unkonzentriert, 25 Minuten statt 20 und nur eine Auswechselspielerin fordern ihren Tribut. Vorne möchte ZeeBee auch mal Eckaußen in Aktion sehen. Gegen die Fleischmauer mit Anfängerinnen auf Außen verspricht sich ZeeBee eine Menge von besserer Raumnutzung.
Kurz nach der Halbzeit bricht die wD ein, die B/A kommt zu vielen einfachen Toren durch Einzelaktionen und erste Welle. ZeeBee hat bunt Positionen getauscht und dadurch dem Angriff die Durchschlagskraft genommen. E-Jugendliche Karina versucht sich mit Fernwürfen und Kanonierin Trude soll sich auf Linksaußen gegen eine Anfängerin in Szene setzen. Klappt alles nur begrenzt, ZeeBee wechselt wieder zurück. Die Abwehr kommt nun reihenweise zu "steals", die Angriffsmaschinerie kommt wieder ins Rollen. Trotzdem verlieren die Zwölfjährigen mit 20:22. Die Trainerin erklärt die D-Jgd. zur Siegerin, kann sich irgendwie nicht über den eigenen Sieg freuen. ZeeBee schmollt und überdenkt seinen Drei-Jahres-Plan.
Dein
Karsten